Trainings-Forum

     
 
Autor:   Werner George Klawun Kenday  
Am:   31.03.20, 09:50 0 Antworten
Betreff:   Wer fürchtet sich vor 'm CONORAVIRUS?  


Niemand, der „lebenslang physio - psychologisches Gesundheits-, Orientierungs-, Leistungs- und Spielsport-Training (LEPPGOLST) betreibt!



Dieses Buch wurde vom Autor 2015 - 2020 geschrieben nach der eigenen Übersetzung des von Wilf Holloway in den 70er Jahren herausgegeben Buches „Modernes Orientierungssport-Training“ (engl. Originaltitel „Modern Orienteering Training/MOT“, redigiert von Bruce Tulloh) und seinen eigenen persönlichen Erfahrungen einer naturgerechten, bewegungsfördernden Lebens- und Ernährungsweise seit 1948, als er mit seiner Mutter und Großmutter aus dem zerstörten Dresden zu seiner Tante Ruth Goertz, einer Hauswirtschaftslehrerin, geb. 1903 in Danzig, in die Otto-Speßhard-Str. 8 in Eisenach übersiedelte.

Dieser warmherzigen und doch konsequenten Pädagogin, sowie dem Heimschulleiter, Biologie-, Deutsch- und Musiklehrer Fritz Metzner des Kinderdorfes der „Volkssolidarität“ im Schloss Wilhelmsthal, der ehemaligen Sommerresidenz der Kurfürsten von Sachsen-Weimar-Eisenach, verdankt der heute 78jährige Friedens- und LEPPGOLST-Aktivist in vielfacher Hinsicht sein Leben, seine Gesundheit und gegenwärtige Leistungskraft.

Deshalb widmet Werner der zweifachen Mutter, fürsorglichen Pädagogin für alle hilfsbedürftigen Menschen und liebevollen Ehefrau eines äußerlich etwas griesgrämigen 11 Jahre älteren Studienrats der Mathematik, sowie dem dreifachen Vater und Ehemann einer engagierten Erzieherin, konsequenten Schulleiter und emphatischen Fürsorgers hunderter Kriegswaisen und gestrandeter Flüchtlingskinder dieses Buch, weil er auch in den 72 folgenden Lebensjahren sich immer an den Lebensweisheiten seiner 1998 friedlich eingeschlafenen Ersatzmutter und des auf die gleiche Art und Weise 2018 aus dem Leben geschiedenen Pflegevaters orientieren konnte. Beide Ideal-Pädagogen vermittelten dem in den katastrophalen Kriegs- und Nachkriegszeiten ohne Eltern aufgewachsenen, körperlich schwachen, doch geistig regsamen Knaben eine biologisch fundierte gesunde Lebenseinstellung in Bezug auf gesunde Ernährung und körperliche Ertüchtigung des persönlichen Immunsystems.

So begeisterte der Biologielehrer seine Schüler bereits 1955 (als vor 65 Jahren) in der 7.Klasse für die richtige Entscheidung der passiven oder aktiven Immunisierung gegen Infektionskrankheiten.

In der gegenwärtigen Krisensituation scheinen 95% der Weltbevölkerung sich ausschließlich auf die falsche Variante zu orientieren. Es ist nur die Rede von Isolation, weil noch keine Impfstoffe zur Verfügung stehen. Wer sich bisher nur auf die passive Immunisierung verlassen hat, wird natürlich bei der aktuellen Bedrohung schlechte Karten haben.





Prolog

Die gesamte zivilisierte Welt ist gegenwärtig von dem Conoravirus betroffen.

Noch am Freitag den 13.03.2020 wurde Werner vom Veranstalter der Radebeuler OL- Saisoneröffnung am 14.03.2020 in Falkenhain bestätigt, dass diese stattfinden wird und er setzte sich aufs Fahrrad, packte Zelt und Schlafsack auf den Gepäckträger, um die 55 bergigen Kilometer vom Lockwitzgrund bei Dresden zum bei Chemnitz gelegenen Wettkampfort in Angriff zu nehmen. Erst vor wenigen Wochen begann sich die Pandemie von China aus über den eng vernetzten Erdball in immer schneller werdenden Tempo auszubreiten. Tag-täglich wurden die Meldungen alarmierender und deshalb ging der sich im „kritischen“ Alter befindliche, seit 10 Jahren gezwungenermaßen allein lebende Senioren-sportler keinerlei Risiko ein, sich irgendwo auf der Straße oder in einem öffentlichen Verkehrsmittel bei jemandem einen der gefährlichen Viren einzufangen. Das gleiche konnte er bei dem kontaktlosen Orientierungslauf in den einsamen Wäldern des Erzgebirges erwarten. Bei strömenden Regen erreichte er Falkenau in der anbrechenden Dunkelheit, baute an der erstbesten Stelle im Wald sein Zelt auf und schützte sich mit allen mitgebrachten Decken und Kleidungsstücken vor dem angesagten Frost und der regennassen Kälte. In dem Moment kam der Ruf von Sven Hockeborn übers I-Phon: “OL ist abgesagt!“ „Macht nichts, hatte ich eben eine Radtrainingseinheit zusätzlich Lauftraining beim Radschieben mit schwerem Gepäck durch das Erzgebirge!“ lautete sein lapidarer Kommentar.

Genau 1 Monat vorher, am 13.02.2020,12.00 h, begann der 23. Dresdner Friedenslauf am Altmarkt, der Gedenkstätte des Verbrennungsortes von 6865 der 25.000 Bombenopfer des Luftangriffs auf Dresden 13. – 14. Februar 1945.

Wie in den letzten 10 Jahren fand sich nur der Autor dieses Buches und Zeitzeuge des Bombenangriffs am 13./14.02.1945,

Organisator des Oberelbe-Friedensmarathons Königstein-Dresden (seit 1998),

der Radfernfahrten für Frieden und Versöhnung 2001 (Paris – Straßburg – Dresden über 1400km),

2003 ( Dresden – Wroclaw – Warschau – Vilnius - Riga - Tallin – St. Petersburg über 1995km) und

2004 (Chemnitz - Leipzig - Dresden - Usti nad Laben - Bratislava – Szombateli – Graz – Ljubljana – Triest – Rijeka – Split – Travnik – Sarajevo - Podgorica - Shkodra – Skopje - Athen über 3875 km),

der 77jährige Stadtrat der LH DD („Volkssolidarität“),

Geschichts-, Sport- und Fremdsprachenlehrer,

Absolvent der historisch - philologischen Fakultät der TU Dresden (1961-66) am Startort ein.

Trotz intensiver Vorbereitungsarbeit und Anmeldung als Demonstration waren keine weiteren Teilnehmer erschienen und er wurde sofort von pflichtgetreuen Polizisten mit Platzverweisen und Auflagen belästigt.

Wie ständig in den Wochen der Vorbereitung auf den Friedenslauf begann er den Müll (Zigarettenkippen, Glasplitter von Bierflaschen, Altholz etc. pp.) von dem historischen Pflaster der Gedenkstätte an die Notverbrennungen der Leichenberge vom 13.2.45 einzusammeln und wurde dabei mit höhnischem Gelächter und zynischen Bemerkungen von den Polizisten kommentiert.

Da auch auf den Kundgebungsorten der AFD und der „Antifaschisten“ Müll herumlag, beseitigte er denselben auch dort.

Keiner der massenhaft die Veranstaltungen sichernden Polizisten und Kundgebungsteilnehmer wagte es, ihn daran zu hindern.

Es hatte sich inzwischen herumgesprochen, daß eine Kundgebung angemeldet war und ehemalige Stadträte erkannten den betagten Friedensaktivisten.

Allerdings konnte er die geplante Laufstrecke auf dem Fluchtweg zahlreicher Ausgebombter über Frauenkirche - Elbradweg – Fähre Johannstadt- Blaues Wunder – Laubegast – Blaues Wunder (durch Dresdner Bürger im Mai 1945 vor der Sprengung bewahrt) - Fähre Laubegast – Fähre Pillnitz – Fähre Heidenau – Sachsenbrücke – Pirna – bis zum Sonnenstein Gedenkstätte (Flüchtlingslager am 14. Februar für die Bombenopfer) nicht mehr in Angriff nehmen, weil er gegen 14.00 h durch das Müllaufsammeln physisch erschöpft war und auch der Einladung des Oberbürgermeisters zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung im Kulturpalast Folge leisten wollte.

Deshalb begab er sich nach der beeindruckenden Rede des Bundespräsidenten und der herrlichen Musik (Mozart, Beethoven) auf die Suche nach einem Abstellort für seine Sporttasche mit seinen Materialien und Straßenkleidung, damit er 17.45 h den angemeldeten Friedens-Lauf entlang der Menschenkette ab Neumarkt mit der Frauenkirche, über die Carola-Brücke, Elbeufer, Augustusbrücke, Schlossplatz, Theaterplatz, Postplatz, Altmarkt zurück zum Neumarkt (fast 5 km incl. aller Windungen und Schleifen der Menschenkette auf Grund der diesmal erneut stark erhöhte Teilnehmerzahl) in Angriff zu nehmen und ihn bis 18.10 h vollständig vollenden konnte.

Alle Hotels und Geschäfte, Dresden-Info und Gaststätten lehnten dies ab und nur der Kerzenverkaufsstand des Förderverein der Frauenkirche half dem verzweifelt Suchenden schließlich in letzter Minute, weshalb diesen Dresdnern der besondere Dank gebührt.

Auf dem ersten Abschnitt gingen bis ca. 17.50 h starke Regenschauer nieder und die umsichtigen Dresdner Teilnehmer der Menschenkette hatte sich geschützte „Warteräume“ gesucht.

Nur die „eisernen“ freiwilligen Ordner harrten beharrlich an ihren Standorten aus und ermöglichtem dem einsamen Friedensläufer die Orientierung über den Verlauf der Route.

Doch auf der Augustusbrücke war gegen 17.55 h der Regenschauer vorbei und die Menschenkette begann sich zu füllen.

Auf dem Theaterplatz begannen 18.00 h die Glocken zu läuten, die Gespräche verstummten und tausende Hände fanden zueinander.

Nun waren nur noch die patschenden Schritte der durchnässten Schuhe und der immer schwerer werdende Atem des bis an seine physische Leistungsgrenze alle Biegungen der Menschenkette auslaufenden Seniorensportlers zu hören.

Die Empathie dieser einzigartigen Atmosphäre mobilisierte sämtliche Reserven seiner im 79. Frühling strapazierten Muskeln und inneren Organe, so dass er noch vor dem Ende des Glockengeläutes den Neumarkt erreichte, wo sich die Menschenkette ca. einen zusätzlichen Kilometer kreuz und quer über den Platz schlängelte und er sogar noch ein Stück an der Menschenkette bis zum Polizeipräsidium laufen konnte, als sich die Menschenkette auflöste und er erschöpft zu dem Stand des Fördervereins Frauenkirche zurück schlich, um seine nassen Laufklamotten zu wechseln.

Die fleißigen Kerzenverkäuferinnen und Verkäufer waren intensiv beschäftigt, die langen Schlangen der Käufer zu bedienen und konnten die Dankesworte des ob seiner unerwarteten Energieleistung glücklichen „Finishers“ nicht wahrnehmen, ja sie bemerkten nicht einmal den langwierigen und schwierigen Prozeß der Entledigung der durchnässten Unterwäsche und Bekleidung mit den trockenen warmen Anziehsachen.

Nur ein „Ordner“ machte einige hämische Bemerkungen über den offensichtlich schon stark gealterten Oberkörper des Veteranen.

Erst dadurch wurde eine Helferin (etwa im gleichen Alter wie der Verfasser) auf ihn aufmerksam mit dem Ausruf:

„Ach, Sie sind ja schon da!“

(mindestens 15 min nach der „Umkleideaktion“ unmittelbar hinter den emsig arbeitenden Helfern).

Da um 19 h noch eine Diskussionsveranstaltung der Parteistiftungen „Weiterdenken“, „Rosa Luxemburg“, „Konrad Adenauer“, „Wilhelm Külz“, „Friedrich Ebert“ u.a. im „Albertinum“ mit den beiden Oberbürgermeistern von Dresden (Dirk Hilbert) und Wroclaw (pan Dudkiewizc) angesetzt war, wo er sich der Zeitzeuge gerne beteiligen wollte, schleppte er sich gegen die ihn ergreifende Müdigkeit ankämpfend zum nahe gelegenen Tagungsort.

Die erfrischenden Redebeiträge insbesondere der ihm gut bekannten Frau Leuthäuser-Schnarrenberger belebten ihn wieder, doch wie so oft bei diesen angeblich „offenen“ Diskussionsveranstaltungen, wurden seine Wortmeldungen geflissentlich „übersehen“ bis schließlich Herr Hilbert mit seinem Assistenten Schulze zu einem „anderen Termin“ eilen mußte.

So konnte sich der durch eine Einladung zur Gedenkveranstaltung im Kulturpalast geehrte Kämpfer für Frieden und Versöhnung aller Religionen, Glaubensrichtungen und Weltanschauungen

(was wiederum eine unabdingbare Voraussetzung für die „Nie wieder Krieg“ - Mahnung ist, die an diesem Tage vieltausendfach immer wiederholt wurde)

nicht persönlich beim Oberbürgermeister Dirk Hilbert für die tolerante Einladung bedanken, was hiermit nachgeholt wird.

Oft wird Werner gefragt, wie er in seinem Alter sich noch zu solch „extremen sportlichen Leistungen“ steigern kann.

Deshalb begann er 2015 mit der Übersetzung von MOT, weil er bei Wilf viele Antworten auf diese Frage fand und in diesen 5 Jahren durch die Anwendung von Wilfs Trainingsmethoden immer besser wurde.

Natürlich hat Wilf alle Rechte an seinem Buch. Deshalb freut sich Werner besonders über seine Antwort vom 19.01.2020:

„Hallo Werner,

Ich war 3 Wochen in Urlaub und hatte Internetprobleme, deshalb habe ich erst jetzt deine lange Texte angesehen. Du darfst niemals sagen, dass dein Werk eine offizielle Übersetzung ist, und soweit ich durch schnelles Durchsehen feststellen kann, hast du alles nett und geschickt ausgelegt, als nicht direkt von mir. So finde ich die Vorgehensweise in Ordnung. Solange du weiterhin nicht irgendwo schreibst, dass deine Texte von mir irgendwie genehmigt sind, kannst du sie so benutzen, wie du es für die Entwicklung des OL als gut befindest. Bei unserem kurzen Treffen im Harz in Sommer war ich ziemlich negativ und kurz angebunden, weil ich gerade 3 OLs mitgemacht hatte, die nur im Grünen stattgefunden hatten, was ich nicht gut finde. Seitdem bin ich verletzt und muss am Meniskus in 2 Wochen operiert werden. Ich hoffe es geht dir gut.

Gruesse, Wilf“

Ja, lieber Wilf, Werner geht es körperlich gut, trotz seines deprimierenden persönlichen Schicksals der Trennung von seiner geliebten Familie.




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  Wer fürchtet sich... - Werner George Klawun Kenday - 31.03.20, 09:50
 

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